Kurstadt Bad Freienwalde

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Ortsbeschreibung
 

Blick auf Bad Freienwalde Foto: H. Domnick

Blick auf Bad Freienwalde Foto: H. Domnick

Bei einem Rundgang durch die Stadt fallen die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichteten Gebäude auf.
Das Wohnhaus des ehemaligen königlichen Schlossverwalters, das Kastellanhaus, wird dem französischen Neorenaissancestil zugeordnet.


Das Freienwalder Schloss /Foto:  H. Domnick
 
Das Teehäuschen am Schloß Freienwalde nach der Restaurierung 2011 Foto: H. Domnick
Das Teehäuschen am Schloß Freienwalde nach der Restaurierung 2011 Foto: H. Domnick

Aus der Fülle der alten Gebäude der Kurstadt seien hier noch einige herausgegriffen: An vorderer Stelle steht hier die Stadtkirche (Pfarrkirche) St. Nikolai, ursprünglich ein frühgotischer Granitbau, der Mitte des 15. Jahrhunderts mit Backstein umbaut wurde. Der Altaraufsatz und die Kanzel stammen von 1623. Das Oderlandmuseum im ehemaligen Freihaus am Markt ziert eine Barockfassade (hier befindet sich jetzt auch die Touristinformation). Das Schloss wurde 1798/1799 von G. Gilly erbaut und 1837 sowie 1909 umgebaut. 1909 erwarb der spätere Reichsaußenminister Wather Rathenau das Schloss.
Der kleine Landschaftspark am Schloss wurde 1820 von Lenné umgestaltet. Das Teehäuschen stammt aus dem Jahre 1795.
  Die Villen 13-24 im Gesundbrunnenviertel stehen unter Einzeldenkmalschutz. Das Gebäude der Papenmühle ist eines der ursprünglich drei mit Wasserkraft betriebenen Freienwalder Kornmühlen.

Die Frauenskulptur "Der Winter" wurde 1863 von Joseph von Kopf geschaffen und steht hier als Replik seit 1950. Der marmorne Stier in der Kurparkanlage wird dem Neoklassizismus zugerechnet. Er stammt vom BildhauerLouis Tuaillon (1862-1919). Die Bronzebüste des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1898) zwischen der Gesundbrunnenstraße und dem Brunnenfließ schuf 1978 der im Nordosten Brandenburgs bekannte Bildhauer Peter Fritsche.






Der Aussichtsturm, 1879 als Kriegerdenkmal auf dem Galgenberg (auch Wilhelmshöhe) erbaut. Der 26 Meter hohe Rundschauturm (98 Stufen) wurde nach der Wende aufwendig saniert .
Besuchenswert ist der weit über die Baumkronen reichende Aussichtsturm. Er wurde als Kriegerdenkmal errichtet und kündet von den zahlreichen Kriegen, in denen Bürger des Oderbruchs gefallen sind. Sehenswert ist auch das Haus der Naturpflege, bekannt durch das Ehepaar Kretschmann, den Erfindern der Naturschutz-Eule.

Unweit des Moorbades befindet sich im Papengrund Deutschlands nördlichste Skisprunganlage mit Schanzen die Sprünge von 10, 20, 40 und 60 Meter zulassen. Die Geschichte der Sprungschanze geht zurück auf die Jahre nach dem ersten Weltkrieg. Schon 1923 kam es zur Gründung eines Wintersportvereins in Freienwalde . Ein Jahr später fand in Freienwalde der 1. Brandenburgische Wintersporttag statt, bei dem erstmalig auch ein Skispringen mit Weiten von 6-9 Metern durchgeführt wurde. Beim 3. Märkischen Wintersporttag lag der Schanzenrekord auf der neu erbauter Schanze
schon bei 28 Metern.

Die vier Sprungschanzen am Papenberg in Bad Freienwalde. Foto: H. Domnick Internationales Schispringen im Sommer 2010Foto: H. Domnick
Die vier Sprungschanzen am Papenberg in Bad Freienwalde. Foto: H. Domnick (links)

Internationales Schispringen im Sommer 2010
Foto: H. Domnick (rechts)
Ein weiterer Aufschwung erfolgte mit der Sportförderung in der DDR. Infolge der Klimaerwärmung und dem fehlenden Schnee verfielen die Anlagen. 2001 versuchten die Mitglieder des neu gegründeten Wintersportvereins "WSV 1923 e.V." einen neuen Anfang. Inzwischen stehen den Skispringern Schanzen zur Verfügung, die Sprünge von 10 Meter, 20 Meter,40 Meter und 60 Meter zulassen. Dank jetzt vorhandener Kunststoffmatten können die Schanzen auch im Sommer zu internationalen Sprungwettbewerben genutzt werden.

In die reizvolle Umgebung führen zahlreiche Rad- und Wandertouren, die regelmäßig wöchentlich unter sachkundiger Führung für Wanderfreunde angeboten werden.


Caffee im Zentrum von Freienwalde Foto: H. Domnick
Cafe im Zentrum von Freienwalde
Foto: H. Domnick


 
Alles nur optische Täuschung! Wandmalerei in der König-Straße Foto: H. Domnick
Alles nur optische Täuschung! Wandmalerei
in der König-Straße Foto: H. Domnick
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 © Märkische Eiszeitstraße H. Domnick, 2008 /2010