Hammer

 


Hammer: Wutzsee / W. Ebert

Der Ort, nach einem alten Eisenhammer benannt, liegt ca. 3 Kilometer östliche von Liebenwalde zwischen dem Wutz- und dem Kuhpanz-See. Das einstige Niederbarnimer Dorf gehörte ab 1952 zum Kreis Oranienburg und seit 1993 zum Landkreis Oberhavel.
Der Ritter Hans von Waldow, welcher im Jahre 1434 die Burg Liebenwalde in Pfandschaft besaß, hatte um dieselbe Zeit von einem in Liebenwalde wohnenden Christoffel Willberg die wüste Dorfstätte "Schepforde" gekauft und auf derselben, mit Genehmigung des Kurfürsten, einen Eisenhammer gebaut. Der Hammer, der am Bach zwischen den beiden Seen lag, führte damals noch den Namen Schepforde, der aber später außer Gebrauch gekommen war.

 

Hammer: Holländermühle / Ebert

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatte der Kurfürst vermutlich den Hammer gekauft und einen Hammermeister eingesetzt. 1513 war dies Simon Berkner, an den er auch die Nutzungsrechte verkaufte. 1544 erwarben die beiden Hammerschmiede Alix und Valentin Bütner durch Erbkauf den Hammer.

Hammer: Kirche / W. Ebert

Jeder der Brüder errichtete auf dem Gelände ein Gehöft. Eine Überlieferung besagt, dass 1615 der Hammer, vermutlich infolge der immer stärker werdenden Konkurrenz der Eisenwerke in Neustadt - Eberswalde, einge- gangen sei. An seine Stelle traten zwei Freihöfe.
 
Das Erbregister von 1589 erwähnt zum erstenmal das kurfürstliche Vorwerk "Schipfurth oder Hammer". Die staatliche Domäne, die noch in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bestand, war verpachtet.

Die einstige Kirche war größtenteils abgetragen worden. 1746 diente als Kirche ein Haus. Der Neubau, ein flachgedeckter Putzbau mit halbrunder Apsis und Westturm wurde 1854 eingeweiht.
Am Ostausgang des Dorfes steht eine Mühle in Holländer Art, ohne Flügel.

 

© Märkische Eiszeitstraße, W. Ebert 2003